„Warum hat die Produktivität unseres Teams nachgelassen?“

„Wieso ist Tims Sales Performance im Vergleich zum letzten Jahr zurückgegangen?“

„Warum haben wir keine positiven Veränderungen gesehen, obwohl wir neue Talente eingestellt haben?“

Diese (oder ähnliche) Fragen gehen vielen Personalverantwortlichen, Manager:innen und Führungskräften durch den Kopf, wenn sie mit einer der größten Herausforderungen ihres Arbeitsalltags zu kämpfen haben: Wie kann die Produktivität der Belegschaft effektiv gesteigert werden, ohne zusätzlichen Stress zu verursachen oder das Risiko eines Burnouts einzugehen?

Angesichts der Tatsache, dass auch im Jahr 2024 „das große Kündigen“ an der Tagesordnung steht und „Quiet Quitting“ ein heiß diskutiertes Thema bleibt, stehen HR- und L&D-Fachleute vor einer entscheidenden Herausforderung: die Balance zwischen den Bedürfnissen der Organisation und denen der Mitarbeitenden zu finden. Dies wirft eine Frage auf: Wie kann eine Kultur des zielorientierten, nicht aufgabenorientierten Arbeitens gefördert werden?

In diesem Artikel beleuchten wir 4 hilfreiche Strategien, die für HR- und L&D-Fachleute sowie Führungskräfte entwickelt wurden, um die Produktivität am Arbeitsplatz zu optimieren. Dabei wird zunächst das oft missverstandene Konzept der Produktivität entmystifiziert und Ihnen anschließend das Wissen und die Werkzeuge an die Hand gegeben, die Sie benötigen, um ein harmonisches und effizientes Arbeitsumfeld zu schaffen.

Steigerung der Produktivität am Arbeitsplatz

Inhalt

Was ist Produktivität am Arbeitsplatz?

Produktivität misst im Wesentlichen die Fähigkeit eines Arbeitnehmenden, Ergebnisse zu erzielen. Traditionell wurde dies quantitativ gemessen. Zum Beispiel, wie oft ein Verkäufer eine bestimmte Anzahl von Deals pro Monat abschließt oder wie effizient eine Call-Center-Agentin eine bestimmte Anzahl von Anrufen abwickelt. Diese Perspektive ist jedoch etwas eingeschränkt und kann irreführend sein – insbesondere wenn Wissensarbeiter:innen wie Redakteur:innen oder Community Manager:innen betrachtet werden.

Wissensarbeiter:innen führen kreative und intellektuelle Aufgaben – einschließlich Gestaltung, Reflektion, Recherche und Networking – aus, die keine unmittelbaren, greifbaren Ergebnisse liefern. Ihre Produktivität bezieht sich daher nicht auf die Quantität der Ergebnisse, sondern auf die Qualität und Wirkung ihrer Arbeit. Für Wissensarbeiter:innen geht es bei Produktivität weniger darum, numerische Ziele zu erreichen, als vielmehr darum, die Erwartungen durch hohe Qualitätsstandards zu erfüllen oder sogar zu übertreffen. Daher ist es entscheidend, dass HR-Professionals Produktivität nicht nur anhand von Zahlen erkennen und bewerten, sondern auch anhand des Mehrwerts und der Innovation, die Mitarbeiter:innen mit ihrer Rolle beitragen.

Effektives Produktivitätsmanagement bedeutet, quantitative Benchmarks mit qualitativen Bewertungen auszubalancieren, um eine Kultur zu fördern, in der alle Arten von Arbeit geschätzt und gefördert werden. Dieser Ansatz stellt sicher, dass Mitarbeiter:innen für ihre Beiträge unabhängig von der Art ihrer Aufgaben gewürdigt werden, und fördert so eine integrativere und unterstützendere Arbeitsplatzkultur. Wenn Sie mehr über die Entwicklung von Produktivitätskennzahlen erfahren möchten, lohnt sich ein Blick in unser kostenloses eBook zu den Top Trends 2024:

Tech meets Talent

Das Jahr 2024 markiert einen Wendepunkt in der rasanten Evolution der HR-Welt: Die Konvergenz von technologischem Fortschritt und menschenzentrierten Ansätzen wird Arbeit und Produktivität neu definieren. Dieses eBook erforscht die bevorstehende digitale Transformation und ihre Wechselwirkung mit menschlichen Fähigkeiten und Verhaltensweisen am Arbeitsplatz von heute.

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Produktivität neu denken: Qualität vor Quantität

Die missverstandene Dimension der Produktivität

Die traditionelle Definition von Produktivität ist nach wie vor in gewisser Weise binär und mit dem Fokus des Industriezeitalters auf die Menge der in einem bestimmten Zeitraum geleisteten Arbeit verbunden. Für moderne HR-Manager:innen, die einen wirklich effizienten und fairen Arbeitsplatz schaffen wollen, ist es entscheidend, die qualitativen Aspekte der Produktivität zu verstehen.

Das Wesen der Produktivität

Einzelne Mitarbeiter:innen können zwar eine Menge Arbeit leisten, aber wenn diese Arbeit nicht auf die Ziele des Unternehmens ausgerichtet ist – sei es, eine bestimmte Zielgruppe zu erreichen, den Ruf der Marke zu verbessern oder zur Positionierung des Unternehmens beizutragen – ist die Menge allein nicht unbedingt ein Indikator für Produktivität. Daher ist es wichtig, nicht nur die Quantität der geleisteten Arbeit zu bewerten, sondern auch deren Wirkung und Qualität.

Qualität: das Herzstück der Produktivität

Produktive Mitarbeiter:innen liefern qualitativ hochwertige Ergebnisse, die sich im Laufe der Zeit direkt oder indirekt positiv auf den Erfolg eines Unternehmens auswirken. Das gilt insbesondere für Wissensarbeiter:innen: Beispielsweise ist ihr Beitrag zum Umsatz vielleicht nicht sofort sichtbar, aber ihre Arbeit ist dennoch entscheidend für das langfristige Wachstum eines Unternehmens. HR-Manager:innen sollten daher betonen, dass Produktivität mehr bedeutet als die am Arbeitsplatz verbrachte Zeit und/oder die entsprechenden Umsatzzahlen. Denn der Wert bestimmter Arten von Produktivität zeigt sich oft in Ergebnissen, die nicht so leicht zu quantifizieren sind, wie beispielsweise ein verbessertes Markenimage oder eine größere Marktdurchdringung.

Produktivität aus zweierlei Sicht

Die meisten Arbeitnehmer:innen unterscheiden selbst zwischen produktiven und unproduktiven Tagen – meist basierend auf der eigenen Fähigkeit, die geplanten Aufgaben zu erledigen. Produktivität bezieht sich jedoch nicht nur auf die Erledigung von Aufgaben: Tage, die in endlosen Meetings verbracht werden, mögen auf den ersten Blick unproduktiv erscheinen – wenn sie aber dazu beitragen, Prozesse zu optimieren oder hartnäckige Probleme zu lösen, sind sie produktiv. Es ist wichtig, dass die Personalabteilung auch die Aktivitäten wertschätzt und unterstützt, die nicht direkt mit den Aufgaben zusammenhängen, aber wesentlich zum Gesamterfolg des Teams beitragen.

Für Personalverantwortliche bedeutet eine Steigerung der Produktivität am Arbeitsplatz, dass sie über die geleisteten Arbeitsstunden und Aufgaben hinausblicken. Es geht darum, ein Arbeitsumfeld zu fördern, in dem neben Effizienz auch Qualität und Effektivität geschätzt werden. Nur so können Unternehmen nachhaltiges Wachstum erzielen und sicherstellen, dass die Arbeit ihrer Mitarbeiter:innen wirklich zu den übergeordneten Zielen der Organisation beiträgt.