5 Tipps für Ihr Homeoffice – was wir in China und Italien gelernt haben

5 Tipps für das Homeoffice

Das Arbeiten im Homoffice bietet sicher einige Vorteile, bringt auch auch viele Herausforderungen mit sich. Unsere 5 Tipps zum Arbeiten von zu Hause aus sind das Ergebnis der Erfahrungen, die unsere Teams in Shanghai und Mailand auf dem Höhepunkt der Pandemie mit #WFH – Working from Home -gemacht haben.

Die Vorteile des Homeoffice

Von zu Hause aus zu arbeiten kann anfangs durchaus reizvoll sein, denn es bietet viele Vorteile: Flexibilität, mehr Kontakt zur Familie und Zeit, die normalerweise für den Weg ins Büro fällig wird, kann nun für andere, angenehmere Dinge verwendet werden – für Fitness, Lesen oder vielleicht ein Nickerchen.

Für viele von uns in der westlichen Welt begannen die Ausgangsbeschränkungen (und damit die Arbeit von zu Hause aus), irgendwann im März 2020. Doch in Teilen Chinas waren die Beschränkungen nach der bislang strengsten Quarantäne in der gesamten modernen Geschichte bereits aufgehoben: Mehr als 760 Millionen Menschen waren 45 Tage lang in ihren Häusern eingesperrt.

Homeoffice in China

Man kann mit Sicherheit sagen, dass unsere in Kolleginnen und Kollegen in China mittlerweile Experten für das Thema Homeoffice sind. Hier können sie nachlesen, wir unser Team in China die Produktivität, das soziale Miteinander und – das ist entscheidend – bei der Arbeit im Homeoffice eine positive Einstellung beibehalten konnten.

Wir hoffen, dass diese Tipps als Orientierungshilfe und als Hoffnungsschimmer dienen können. Sie kommen direkt von denen, die es es als Erste erfolgreich auf die „andere Seite“ der vorgeschriebenen Sperren und des Homeoffice geschafft haben, zumal ein großer Teil der Welt immer noch in der Isolation verharrt.

Im Homeoffice die Kommunikation aufrecht erhalten

Tipp 1 – von Speexx Italien: Halten Sie die Kommunikation trotz Homeoffice aufrecht

Italien erfährt ebenfalls seit geraumer Zeit Ausgangssperren – an den meisten Orten bereits seit mehr als einen Monat – und so werden die Geschäfte von Speexx Italien mit diesen Einschränkungen aus dem Homeoffice weitergeführt. Trotz allem haben unsere Kollegen in Italien gute Laune bewahrt. Giulia Mendoliera, Head of Digital and Content bei Speexx Italien, wies darauf hin, dass wir uns alle daran erinnern müssen, dass alles auf effektive Kommunikation hinausläuft, um erfolgreich zu arbeiten und zu lernen.

Um mit dem Team komplett „remote“ arbeiten zu können, war „…eine kopernikanische Revolution in der Kommunikation notwendig, angefangen von redaktionellen Plänen bis hin zur internen Kommunikationslinie“, wie sie berichtet. „Eine Nachricht muss so beruhigend wie möglich sein, um sicherzustellen, dass die Empfänger positiv und orientiert bleiben.“

Giulia betonte, dass der wirkliche Wechsel von der klassischen Büroarbeit zu „WFH“ (work from home) weniger darin besteht, sich an einen neuen physischen Raum anzupassen, sondern sich stattdessen an ein anderes Verhalten anzupassen – eine andere Art der Interaktion mit Menschen.

Tipp 2: Seien Sie flexibel in der Kommunikation, wenn Sie remote arbeiten

Als internationale, digitale Organisation setzt Speexx seit Jahren auf Online-Kommunikation. Wir verwenden Tools wie Microsoft Teams, Outlook und Yammer, um in Verbindung zu bleiben, und Software wie Wrike und Jira für die Zusammenarbeit und das Projektmanagement.

Wenn weltweit das Arbeiten von zu Hause zur Norm wird, ist es wichtig, die Tools und Technologien, die Ihr Unternehmen für die Kommunikation verwendet, genauer und kritischer zu betrachten. Hinterfragen Sie immer wieder: Ist dies der effektivste Weg für uns, über Grenzen hinweg zu kommunizieren?

China befindet sich mit der „Great Firewall“ – einer strengen Reihe von Zensurprotokollen, die u.a. viele globale Social-Media-Anbieter verbietet – in einer einzigartigen Situation. Dies bedeutet, dass bei der Arbeit mit Unternehmen oder Kollegen in China bei der Verwendung einiger internationaler Kommunikationsplattformen möglicherweise Probleme mit der jeweiligen Netzwerktechnologie auftreten. Aus diesem Grund haben unsere nicht-chinesischen Niederlassungen bei Speexx auch einige in China selbst entwickelte, soziale Netzwerke und Tools wie Chinas WeChat übernommen, um intern mit unseren Kollegen in Shanghai kommunizieren zu können. Natürlich ist auch E-Mail immer noch eine gültige und funktionierende Art der Kommunikation, aber WeChat ermöglicht etwas lockerere, augenblicklichere und somit intimere Interaktionen.

Auf das Homeoffice gemünzt heißt das kurz gesagt: Seien Sie bereit, neue Tools und Gewohnheiten einzuführen, um eine starke Kommunikation sicherzustellen, und bereiten Sie Ihre Mitarbeiter darauf vor, dasselbe zu tun. Möglicherweise stellen Sie dadurch sogar fest, dass Sie die Messaging-Apps einer anderen Kultur denen vorziehen, an die Sie bereits gewöhnt sind!

Tipp 3: Bewahren Sie die Menschlichkeit, wenn Sie aus der Ferne arbeiten

Während die Arbeit von zu Hause aus in den ersten ein oder zwei Wochen unglaublich luxuriös erscheint, drückten viele unserer Kollegen verständliche Gefühle der Isolation, Einsamkeit und des Gefühls des „Ausgelassen-Seins“ aus – beruflich und persönlich. Aufgrund unsicherer externer Ereignisse und der Notwendigkeit, sich schnell an einen neuen Lebensstil anzupassen, besteht ein unvermeidliches Verlustgefühl, das Länder, die Chinas Lockdown-Führung folgen, erst jetzt zu spüren beginnen.

Aus diesem Grund erinnern uns unsere chinesischen Kollegen in einer Zeit gesteigerter Angst und körperlicher Isolation daran, dass es wichtig ist, so viel Kommunikation wie möglich auf eine Weise aufrechtzuerhalten, die reale Interaktionen am besten nachahmt. Der einfachste Weg, dies zu tun, besteht darin, Ihre Kamera bei virtuellen Konferenzen einzuschalten und Ihre Kollegen dazu zu ermutigen, dasselbe zu tun. Dies dient nicht nur dazu, Ihre Besprechungen reibungsloser zu gestalten (visuelle Hinweise, z. B. wenn sich ein Mitarbeiter in den Rahmen lehnt, um eine Ansage zu machen, Unterbrechungen und unangenehme Stille zu verhindern), sondern auch, um eine menschliche Verbindung herzustellen. Es ist auch erwiesen, dass das Sehen vertrauter Gesichter auch auf einem Bildschirm eine beruhigende Wirkung haben kann.

In diesen unsicheren Zeiten bat Giulia uns alle, daran zu denken, dass „wir jeden Tag danach streben müssen, die beste Version von uns selbst zu sein. Für uns und für andere.“

Inklusiv arbeiten im Homeoffice

Tipp 4: Seien Sie inklusiv, wenn Sie im Homeoffice arbeiten

Insbesondere für Manager ist es wichtig, transparent zu sein und die Mitarbeiter auf dem Laufenden zu halten. Die Mitarbeiter in Ihrer Organisation sind möglicherweise verwirrt und haben Angst, in der Zeit des Remote-Arbeitens nach Krankheitsurlaub oder Urlaub zu fragen. Kommunizieren Sie die Erwartungen an Arbeitsleistung, Fristen, Unternehmensrichtlinien und Unternehmensziele so oft wie möglich, damit jeder seine Arbeit mit einem klaren Verständnis und Vertrauen in die Organisation beginnt. (Weitere Tipps zum Verwalten von Remote-Teams finden Sie hier.)

„Ursprüngliche Termine und Pläne haben sich verzögert“, sagte Lifan Xu, einer unserer Marketingmanager, über die Auswirkungen von Sperren auf das Geschäft in China. „In einem Zustand relativer Stagnation von Arbeit und Entwicklung können [Mitarbeiter] ängstlich sein und ein gewisses Gefühl des Verlustes haben.“ Sie empfahl den Managern, in unsicheren Zeiten wie diesen die Ermutigung und positive Verstärkung wirklich zu unterstützen, um die Menschen motiviert und positiv zu halten.

Noch mehr Besprechungen in Ihren Arbeitstag hineinzubringen klingt vielleicht nicht ideal, aber Giulia aus Italien berichtete, dass sich Mitarbeiter engagierter und motivierter fühlten, weil ihr Team die Anzahl der Besprechungen pro Tag erhöhte. Der Anstieg der Teaminteraktion, insbesondere bei eingeschalteten Videokonferenzen und angezeigten Gesichtern, ermöglichte es jedem, sich miteinander verbunden zu fühlen.

„Die Verbindung unter uns als Menschen ist der