10 Tipps (und eine Schlüsselbotschaft) zur Führung ehemaliger KollegInnen

Herausforderung: Plötzlich Führungsperson von ArbeitskollegInnen - 10 Tipps die helfen können

Zitat: „Es ist eine schwierige Situation, da sich die Dynamik völlig verändert und die Leute beginnen, jeden Ihrer Schritte genau zu überprüfen. Das bringt die Schwierigkeiten jeder Beförderung mit sich und diese hat die zusätzliche Herausforderung, die Beziehungen zu denjenigen anzupassen, mit denen man zuvor zusammengearbeitet hat.“ Robert Sutton, Professor für Management Science and Engineering an der Stanford University.

Eine Führungskraft zu sein ist nie einfach, aber es kann eine besondere Herausforderung sein, wenn man plötzlich ehemalige KollegInnen führen soll. Wenn Sie von der bloßen Zusammenarbeit zu deren Führung übergehen, kann es schwierig sein, sich in der neuen Dynamik zurechtzufinden, die richtige Balance zwischen Chef und Freund zu finden und eine Autorität aufzubauen.

Im Folgenden finden Sie 10 Tipps und eine Schlüsselbotschaft wie Sie ehemalige ArbeitskollegInnen erfolgreiche führen und den Rollenwechsel innerhalb desselben Unternehmens bestmöglich bewältigen können.

10 Tipps für die Führung ehemaliger ArbeitskollegInnen

„Die meisten Führungskräfte der mittleren Ebene sind befördert worden, um ihre KollegInnen zu führen“, sagt Michael Watkins, Vorsitzender von Genesis Advisers. Aber nur weil viele diese Erfahrung machen, macht es das nicht einfacher. Um einige Antworten zu erhalten, hat Forbes die Mitglieder des Forbes Coaches Council nach ihren besten Ratschlägen für neue Führungskräfte gefragt, um einen möglichst reibungslosen Übergang von der Position des/der KollegIn zur Führungskraft zu ermöglichen.

Im Folgenden finden Sie 10 Tipps, die Ihnen dabei helfen werden, professionelle Beziehungen zu pflegen, Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig das Team effektiv zu führen.

1. Zuhören und richtig kommunizieren: Klare Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg in jeder Führungsposition, aber sie ist besonders wichtig, wenn Sie ehemalige ArbeitskollegInnen führen. Fördern Sie eine offene Kommunikation und haben Sie ein offenes Ohr für die Anliegen und Ideen Ihrer Teammitglieder. Regelmäßige Teambesprechungen und 1:1-Gespräche können dazu beitragen, dass alle dieselben Ziele verfolgen, die Erwartungen klar definiert sind und rechtzeitig Lösungen für alle Probleme gefunden werden.

Herausforderung: Plötzlich Führungsperson von ArbeitskollegInnen - 10 Tipps die helfen können

2. Zeigen Sie Empathie und Selbstvertrauen: Ein gutes Einfühlungsvermögen und Selbstvertrauen sind der Schlüssel zum Aufbau von Autorität. Sprechen Sie mit Überzeugung, treffen Sie Entscheidungen, und scheuen Sie sich nicht, Anforderungen zu stellen. Denken Sie aber auch daran, dass Ihre Teammitglieder Menschen sind, die vielleicht gerade eine schwierige Zeit im Leben durchmachen. Zeigen Sie Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Schwierigkeiten, mit denen sie konfrontiert sind, und seien Sie bereit, sie zu unterstützen und zu beraten. Auf diese Weise gewinnen Sie ihr Vertrauen und ihre Loyalität Ihnen und dem Unternehmen gegenüber.

3. Setzen Sie klare Grenzen: Um eine professionelle Arbeitsbeziehung aufrechtzuerhalten und Verwirrung oder Unmut zu vermeiden, ist es wichtig, klare Grenzen und Erwartungen festzulegen. Dazu gehört eine klare Rollenverteilung, sowie klare Verantwortungsbereiche und Entscheidungsprozesse. Indem Sie klare Grenzen setzen, können Sie dazu beitragen, ein stabiles und organisiertes Arbeitsumfeld für Ihr Team zu schaffen.

4. Zeigen Sie Respekt: Als Führungskraft ist es wichtig, allen Mitgliedern Ihres Teams, auch ehemaligen ArbeitskollegInnen, Respekt entgegenzubringen. Das bedeutet, dass Sie ihre Beiträge anerkennen, offen ihren Ideen gegenüberstehen und sie mit Würde und Respekt behandeln. Indem Sie Ihren Teammitgliedern Respekt entgegenbringen, schaffen Sie Vertrauen und ein positives Arbeitsumfeld.

5. Seien Sie fair und konsequent: Eine faire und konsequente Entscheidungsfindung und die Vermeidung von der Bevorzugung einzelner Personen oder Gruppen sind für die Aufrechterhaltung eines positiven Arbeitsumfelds unerlässlich. Dies trägt dazu bei, dass alle Teammitglieder fair und gleichbehandelt werden, was das Vertrauen und die Motivation stärken.

6. Fördern Sie die persönliche und berufliche Entwicklung: Die Unterstützung Ihrer Teammitglieder bei ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung ist ein wichtiger Bestandteil der Führung eines Teams. Ermutigen Sie Ihre Teammitglieder, sich Ziele zu setzen, Schulungs- und Entwicklungsmöglichkeiten wahrzunehmen, um ihre Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern. Das Angebot von
Business-Coaching und Sprachtraining könnte eine wichtige Rolle dabei spielen.

Herausforderung: Plötzlich Führungsperson von ArbeitskollegInnen - 10 Tipps die helfen können

8. Geben und akzeptieren Sie Feedback: Als Führungskraft ist es wichtig, dass Sie offen für das Feedback Ihrer Teammitglieder sind und auch in der Lage sind, produktives Feedback zu geben. Feedback kann Fähigkeiten und Prozesse verbessern und dabei helfen, Bereiche mit Verbesserungspotenzial zu identifizieren. Stellen Sie sicher, dass das Feedback positiv und produktiv ist und richtig kommuniziert wird. Dies wird zu einem höheren Engagement der Mitarbeitenden, eine höhere Produktivität, sowie einer besserer Mitarbeiterbindung und einer größeren Rentabilität führen.

7. Erkennen Sie gute Leistungen an und belohnen Sie diese: Gute Leistungen anzuerkennen und zu belohnen ist eine gute Möglichkeit, Ihre Teammitglieder zu motivieren und zu ermutigen. Wenn Sie die Leistungen Ihrer Teammitglieder regelmäßig anerkennen und feiern, trägt dies zur Schaffung eines positiven und unterstützenden Arbeitsumfelds bei. Die Mitarbeitenden fühlen sich anerkannt und wertgeschätzt und verbreiten eine positive Arbeitsmoral.

9. Überstürzen Sie nichts und bleiben Sie locker: Versuchen Sie nicht, sofort große Veränderungen vorzunehmen. Führen Sie sich langsam in Ihre neue Rolle ein, indem Sie Ihr Team kennenlernen und deren Stärken und Schwächen verstehen. Und behalten Sie Ihren Sinn für Humor: Lachen ist ein hervorragendes Mittel, um Spannungen abzubauen und ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen. Bleiben Sie locker, auch wenn Sie unter Stress stehen.

10. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran: Wenn Sie eine Führungsrolle übernehmen, setzen Sie den Maßstab für Ihr Team. Ihre Taten sagen mehr aus als Worte. Zeigen Sie Ihre Führungsqualitäten, indem Sie Verantwortung übernehmen, die Initiative ergreifen und mit positivem Beispiel vorangehen. Ihre ehemaligen ArbeitskollegInnen werden zu Ihnen aufschauen, um zu sehen, wie sie sich verhalten sollten, daher ist es wichtig, dass Sie in Bezug auf Arbeitsmoral, Einstellung und Verhalten mit gutem Beispiel vorangehen.

Herausforderung: Plötzlich Führungsperson von ArbeitskollegInnen - 10 Tipps die helfen können