In 8 Schritten zu einer aktiven Lernkultur

8 Schritte zur Förderung einer aktiven Lernkultur im Jahr 2020

Eine aktive Lernkultur, Agilität und Anpassungsfähigkeit werden im Jahr 2020 der Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg sein. Mehr denn je sollten die Lernenden ihren Schwerpunkt von der traditionellen Berufs- und Compliance-Schulung auf die Pflege einer aktiven Lernkultur verlagern. Hier sind 8 Schritte, die Ihnen dabei helfen können, dies in Ihrem Unternehmen zu fördern.

Schritt 1: Die Entwicklung einer aktiven Lernkultur beginnt am Anfang

HR- und Weiterbildungsexperten werden Unterstützung brauchen, um die bereits vorhandenen Fähigkeiten mit guten Soft Skills zu ergänzen. Diese reichen von Verhandlungs- und Kooperationsfähigkeiten bis hin zu Kommunikationsfertigkeiten und Sprachkenntnissen. Die Offenheit für kontinuierliches Lernen wird der Schlüssel sein, eine Lernkultur in Ihrem Unternehmen weiter zu entwickeln.

Schritt 2: Verlagern Sie Ihren Fokus auf das Lernen

Es ist eine Sache, sich auf die Defizite zu konzentrieren, eine andere, sich das nötige Mindset anzueignen. Nur so können sich Ihre Mitarbeitenden in neue Positionen oder Rollen hineindenken und gute Leistungen erbringen. Um eine aktive Lernkultur zu schaffen und potenzielle Führungskräfte zu entwickeln, sollten Ihre Bemühungen auf offene Kommunikation und abteilungsübergreifendes Training ausgerichtet sein. Vor diesem Hintergrund können sich im neuen Jahrzehnt eine Reihe neuer Trends herauskristallisieren.

Personalisierung für eine aktive Lernkultur

Schritt 3: Personalisierung für eine aktive Lernkultur

Smartphones und Heimassistenten lernen sehr schnell und erstellen Profile von uns. Innerhalb weniger Minuten nach der Einrichtung kennen sie unsere Vorlieben. Alexa, Siri und Google können komplexe Fragen beantworten und Antworten zu diversen Themen geben. Die Lerntechnologien haben einiges nachzuholen.

Im Jahr 2020 wird eine aktive Lernkultur und die Pesonalisierung von Lernprozessen noch entscheidender für Mitarbeitende, potentielle Führungskräfte, Employer Branding Maßnahmen und die Mitarbeiterzufriedenheit innerhalb des Unternehmens sein. Weiterbildungsmaßnahmen müssen noch einiges aufholen, um Frustration und Fluktuation entgegenzuwirken.

Eine aktive Lernkultur braucht Maßnahmen mit einem Ziel

Schritt 4: Eine aktive Lernkultur braucht Maßnahmen mit einem Ziel

Weiterbildungsverantwortliche verlassen sich immer noch zu stark auf etablierte Maßnahmen und ihren eigene Präferenzen. Studien deuten allerdings daraufhin, einen anderen Weg einzuschlagen.

Im Jahr 2020 werden Führungskräfte feststellen, dass die Nutzung von Unternehmensdaten genau so viel Sinn in der Personalentwicklung macht, wie bei zum Beispiel der Analyse und Auswertung von Finanzdaten.
Weiterbildungsmaßnahmen und Lernprozesse werden sich nicht mehr von Intuition, Meinungen oder dem Ansatz der schnellen Lösungsfindung steuern lassen. Erkenntnisse aus der Bildungspsychologie, den kognitive Wissenschaften und der Gehirn- und Verhaltensforschung werden die aktive Lernkultur maßgeblich beeinflussen.

Immer mehr Lernende fragen nach dem Sinn und Ziel hinter Weiterbildungsmaßnahmen. Eine aktive Lernkultur wird nur dann gefördert, wenn Maßnahmen sinnvoll und auf Grund von Zielen, Daten und Fakten ausgewählt werden. Nicht, weil man das die letzten Jahre schon so gemacht hat.

Schritt 5: Datenanalyse und neue Herausforderungen

Daten sind sensibel, ob in einem mittelständischen Unternehmen oder einem weltweit agierenden Großkonzern. Das soll nicht heißen, dass diese sensiblen Daten nicht ausdrücklich genutzt werden dürfen. Laut einem Bericht von Accenture sind 61% der befragten Mitarbeitenden bereit, ihre Daten im Austausch für maßgeschneiderte Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig wird sich der Druck erhöhen, diese Daten gezielt zu nutzen und rechtssicher zu verwalten.

Fokus auf komplexe Fertigkeiten für eine aktive Lernkultur

Schritt 6: Fokus auf komplexe Fertigkeiten für eine aktive Lernkultur

Manchmal sind sich Weiterbildungsexperten der Komplexität der benötigten Fähigkeiten nicht ganz bewusst. Dies gilt insbesondere für Soft Skills. Die Lernenden wissen, wie anspruchsvoll das Lernen einer Fremdsprache sein kann, aber die Komplexität des Lernprozesses wird von den Verantwortlichen oft unterschätzt. Eine freie Denkweise für die Notwendigkeit und Komplexität von Soft Skills und anderen unterschätzten Fertigkeiten wird zur Förderung einer aktiven Lernkultur beitragen.

Eine Möglichkeit komplexe Lerninhalte anzugehen besteht laut Atish Gonsalves, dem Innovationsdirektor der Humanitarian Leadership Academy darin, sich auf konkrete Beispiele aus dem Arbeitsleben zu konzentrieren. Atish ist der Ansicht, dass die Zukunft des Lernens und einer aktiven Lernkultur zweifellos neue Technologien beinhaltet, sagt aber, dass es wichtig ist, bei der Gestaltung und der Konzeption von Lernerfahrungen über Technologien hinaus zu denken.