Tipps für ein erfolgreiches Personal Branding

Gutes Personal Branding

Jeff Bezos soll gesagt haben, dass Personal Branding das ist, was die Leute über Sie sagen, wenn Sie selbst nicht im Raum sind. Ob das wirklich seine Worte waren oder nicht, ist irrelevant. Wichtig ist, dass dieser Satz jetzt Teil seines persönlichen Markenzeichens, also seines Personal Brandings ist.

In diesem Artikel haben wir Einblicke und Tipps zusammengetragen, was effektives Personal Branding bedeutet, was es absolut nicht ist und warum es wichtig ist, die „Marke Ich“ aufzubauen.

Dazu kommt natürlich noch das Thema Umsetzung, zumal nicht nur Sie persönlich, sondern auch das gesamte Unternehmen davon profitiert.

Was ist Personal Branding?

Laut Luigi Centenaro, dem ersten italienischen Personal-Branding-Strategen, Schriftsteller und Universitätsdozenten, ist Personal Branding das strategische Management der eigenen beruflichen Identität – und zwar in Bezug auf Storytelling, Image und Netzwerk. Konkret bedeutet das, dass wir herausfinden und wirksam kommunizieren müssen:

  1. Warum wir das tun, was wir tun
  2. Was wir können, wie wir es können
  3. Warum sich jemand für uns entscheiden sollte

Das Ziel des Personal Brandings, so Centenaro, ist es, in der eigenen Branche, dem eigenen Markt, Gebiet, Unternehmen oder Team ein Bezugspunkt zu werden. Ein bisschen wie Jeff Bezos, der neben vielen anderen Dingen auch immer noch „derjenige ist, der diesen schönen Satz über Personal Branding gesagt hat“.

Was Personal Branding nicht ist

Entgegen der landläufigen Meinung geht es beim Personal Branding nicht darum, sich selbst zu verkaufen. Da es, wie wir gerade gesehen haben, darauf abzielt, uns zu einem Bezugspunkt innerhalb unseres Netzwerks zu machen, könnte es also kaum ferner des Verkaufens als Ziel sein:

Es geht darum, Gelegenheiten zu finden und zu ergreifen, die zu dem passen, was wir am besten können. Es handelt sich also um eine ganz andere Phase des Kaufprozesses, nämlich jene, die dem Konsum vorausgeht, noch bevor das Bewusstsein für einen neuen Bedarf entsteht. Das Ziel des Personal Branding ist es, den Menschen eine Antwort zu bieten, noch bevor die Frage aufkommen konnte.

Auch Unternehmen brauchen Personal Branding

Die drei Säulen der Selbstvermarktung

Beim Personal Branding geht es also auch nicht darum, die Veranstaltungen, die wir besucht, und die Erfolge, die wir erzielt haben, aufzuzählen. Oder zumindest nicht als Selbstzweck. Wie Silvia Zanella, die zusammen mit Centenaro das Buch Personal Branding for the company geschrieben hat, betont, gibt es drei Säulen für ein effektives Personal Branding:

Die erste Säule ist unsere Identität. Es geht um unsere Werte, diesen rote Faden in unserer Geschichte, die Herangehensweise, die Haltung, Kompetenzen, die wir überall anwenden und die unseren Beitrag einzigartig macht.

Die zweite Säule ist der Inhalt, den wir vermitteln wollen. Dies kann etwas Technisches sein, das mit unserer Professionalität zu tun hat. Es kann auch ein Erlebnis sein, das uns geprägt hat oder ein Ereignis, an dem wir teilgenommen haben (aber nur, wenn es für den Zuhörer relevant ist).

Und schließlich ist da noch die dritte Säule, das Publikum, dem wir etwas sagen wollen, also die Person, das Unternehmen, das Netzwerk, mit dem wir in Beziehung stehen.

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Wie man gutes Personal Branding betreibt

Um unser Personal Branding effektiv zu gestalten, müssen wir eine Botschaft vermitteln, die mit unserer Identität übereinstimmt. Sie sollte für unser Publikum relevant sein, und wir müssen die Menschen kennen, die diese Zielgruppe ausmachen. Sobald wir diese drei Säulen verstanden haben, können wir verschiedene Instrumente einsetzen, um unsere Strategie aufzubauen und umzusetzen. Ein erstes, von Centenaro entwickeltes Tool ist das Personal Branding Canvas, ein kostenloses Tool, das Sie durch die Analyse und strategische Gestaltung Ihres persönlichen Brandings führt.

Ein weiteres Instrument, das vielleicht am häufigsten erwähnt wird, ist LinkedIn. In einem kürzlich geführten Interview wies Silvia Zanella darauf hin: „LinkedIn ist nicht nur ein Lebenslauf, der im Internet veröffentlicht wird, sondern vor allem ein Ökosystem. Es ermöglicht uns, unsere Geschichte mit Inhalten, Beiträgen und nützlichen Informationen anzureichern und mit Menschen in Kontakt zu treten, die wiederum Kontakte zu Menschen außerhalb unseres Netzwerks, unserer ‚Bubble‘ haben“. Unter diesem Gesichtspunkt sind LinkedIn und die sozialen Netzwerke im Allgemeinen Instrumente zur Schaffung von Chancen.

Da die sozialen Netzwerke Teil des Rekrutierungsprozesses eines jeden Unternehmens sind, ist es gut, sie mit bewussten und konsistenten Inhalten zu füllen. Es wäre naiv und auf lange Sicht schädlich zu glauben, dass eine Selbstvermarktung auf Unternehmensebene heute nur noch über LinkedIn stattfindet und nicht über Instagram, Facebook, TikTok, Zoom und die Kaffeeküche, wenn wir ins Büro zurückkehren.