Mobile Learning wird bald Standard sein

Waren Sie in letzter Zeit mal in einem Fachmarkt für Heimelektronik? Sie werden es kaum durch die Abteilung für Fernseher-Geräte schaffen, ohne großen Schildern mit „4k-ready“ oder „UHD“ vorbeizulaufen. Das Marketing aller großer Hersteller ist voll darauf ausgelegt, Ihnen den Nachfolger des aktuellen HD-Standards als das neue Must-Have-Feature vorzustellen. Technisch mögen auch alle Geräte soweit sein, doch machen Sie sich doch mal den Spaß und fragen den Verkäufer, ob er Ihnen auch Ihren Lieblingsfilm in 4k dazu geben könne oder wie Sie Ihr TV-Programm in UHD empfangen können. Er wird kurz stutzen und Ihnen erklären, dass es bisher kaum Inhalte in 4k gibt – noch besser, im Falle der Datenträger wie Blurays ist noch gar keine Nachfolgemedium gefunden, dass die Datengröße ganzer Filme speichern kann. Ihr teurer 4k-Fernseher wird mit demselben Bildmaterial gefüttert, wie das HD-Standard-Model.

Mobile Learning als Standard

Warum erkläre ich Ihnen diesen technischen Widerspruch in einem HR-Blog? Weil wir im Bereich von E-Learning und betrieblicher Weiterbildung einen ganz ähnlichen Missstand haben. Fast jeder von uns hat heute ein Smartphone in der Tasche oder nennt ein Tablet sein eigen. Spielen, Emails schreiben oder Social Media auf dem Weg nach Hause checken ist für uns alle selbstverständlich, doch haben Sie mal überlegt, dass Sie in der Zeit z.B. auch eine Fremdsprache lernen könnten? Die Geräte sind da und dennoch nutzen nur Wenige dafür verfügbare Software. Mobile Geräte eigenen sich hervorragend um cloud-basierte  Lerninhalte jederzeit dabei zu haben. Sie können buchstäblich in jeder freien Minute lernen, in der Sie ein Smartphone dabei haben. Oder Sie können bei einer Frage zu einer Sprache kurz die mobile Datenbank nutzen und Vokabeln oder Formulierungen nachschlagen.

Alles sehr offensichtliche Vorteile und trotzdem nutzt bis heute nur ein sehr kleiner Teil der Unternehmen mobile Lernangebote für seine Mitarbeiter. Bei den Verantwortlichen werden mobile Lernkonzepte noch immer als optional betrachtet. Manchmal sind Smartphones am Arbeitsplatz gar verboten oder unerwünscht. Eine Einstellung, die sich in den kommen Jahren sehr schnell und radikal ändern wird. Die Generation der „Millennials“ wird schon bald einen Großteil der arbeitenden Bevölkerung ausmachen. Diese sind von Schule und Universität an mit dem Internet und allen damit verbundenen Angeboten aufgewachsen. Für sie ist es selbstverständlich, dass Informationen jederzeit verfügbar und abrufbar sind. Sie werden Papier oder feste Desktop-Plätze als alleinige Form der Weiterbildung nicht mehr akzeptieren. Mobile Angebote aus der Cloud sind die einzige Möglichkeit, ihrem Lernverhalten gerecht zu werden.

Ob Sie wollen oder nicht

HR und L&D müssen sich diesem Wandel stellen und vorbereitet sein. Wenn sie den Wechsel auf neue Formen der Weiterbildung verschlafen, werden die Erfolgsquoten aktueller Weiterbildungsprogramme schlagartig einbrechen. Im Vergleich zum Käufer eines Fernsehers haben Sie auch einen entscheidenden Vorteil: Die benötigten Inhalte sind da – Speexx und viele andere Anbieter bietet hochwertigen Content, der sich in alle bestehenden Systeme integrieren lässt. Die Entwicklung zu mobilen Lernangeboten ist völlig unausweichlich. Schon bald werden sie nicht mehr optional sondern obligatorisch sein.

Über den Autor:

Stephen is the Global Services Manager at Speexx, the world’s leading provider of online language and business communication skills training.