Wie verändert künstliche Intelligenz die Arbeitswelt?

Wie verändert künstliche Intelligenz die Arbeitswelt?

Je schlauer und vernetzter Maschinen durch die künstliche Intelligenz werden, desto mehr Arbeitsplätze gehen verloren – denken viele. Ist das wahr? Bedeutet die Einführung von KI am Ende, dass wir unseren Arbeitsplatz verlieren? Oder helfen uns die neuen Technologien, besser zu werden und unseren Alltag zu optimieren?

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Ersetzt künstliche Intelligenz die menschliche Arbeitskraft?

Viele denken: Je mehr Maschinen es gibt, umso weniger Arbeit bleibt für die Menschen. Es gibt zum Beispiel selbstfahrende U-Bahnen. In Autofabriken, wo früher von Hand geschweißt und geschraubt wurde, üben heute hauptsächlich Roboter diese Tätigkeiten aus. Und durch Tokio fährt ein fahrerloses Taxi auf der Suche nach Kunden.

Jeder zweite Job ist durch KI gefährdet

Was geschieht in der Zukunft mit der menschlichen Arbeitskraft? Wird sie durch den technischen Fortschritt zunehmend überflüssig? Oder können die Menschen von dieser Entwicklung profitieren?
Ein Vorteil ist, dass diese Entwicklung den Menschen von monotonen, körperlich anstrengenden Tätigkeiten entlastet. Wir haben so die Möglichkeit, unsere Kreativität und Flexibilität stärker einzubringen als jemals zuvor. Dies gilt aber nur, solange ausschließlich manuelle Arbeit von Maschinen übernommen wird. Inzwischen sind künstliche Intelligenzen auch in der Lage, menschliche Intelligenz zu ersetzen: Algorithmen versetzen sie in die Lage, immer mehr Dinge und Fähigkeiten zu erlernen, für die man früher einen denkenden Menschen brauchte.

In der Zukunft wird es vielleicht keine Kreditsachbearbeiter mehr geben. Ihr Job wird durch Computer und Algorithmen ersetzt. Die Programme können kreditwürdige Kunden identifizieren und über die Kreditvergabe entscheiden.

KI in der Weiterbildung: Technologie trifft Talent

In der heutigen Zeit vergisst man leicht, dass Technologien ihr wahres Potential nie ausschöpfen werden, sogar nutzlos sein können, wenn man sie nicht von den richtigen Mitarbeitern bedienen lässt. Im Gegenzug dazu, können sich Unternehmen nur dann weiterentwickeln, wenn sie Mitarbeitern die bestmöglichen Technologien bieten.

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Jeder zweite Job ist durch KI gefährdet

Rund jeder zweite Job wird in den kommenden 20 Jahren durch die rasante technologische Entwicklung gefährdet sein. Das sagen zumindest die Wirtschaftswissenschaftler Carl Frey und Michael Osborne. Sie haben für 702 Berufe Wahrscheinlichkeiten ermittelt, ob es sie in 20 Jahren noch geben wird. Gefährdet sind Jobs in Logistik, Fabriken, im Bau, Verkauf, Büro und in der Verwaltung. Hier ein paar Ergebnisse: Vorstandsvorsitzende sind – wen überrascht es – gar nicht gefährdet. TV-Verkäufer sollten sich hingegen schnell einen neuen Job suchen. Sowohl Landwirte als auch Gerichtsreporter haben eine 50-50-Chance, dass es sie noch geben wird. Uhrmacher wird es gar nicht mehr geben. Zahnärzte hingegen haben einen sicheren Job.

Aber wird es wirklich so kommen? Computer haben bereits gezeigt, dass sie intelligenter sein können als der Mensch. Man denke an „Deep Blue“, der 1997 den damaligen Schachweltmeister Garri Kasparow besiegte. Oder an „Watson“, der in der US-TV-Quiz-Sendung „Jeopardy!“ gegen die beiden bis dahin unangefochtenen Rekordhalter gewann.
Was dabei häufig übersehen wird: Künstliche Intelligenzen bzw. Computer verfügen über logische Intelligenz, aber sie haben keine kreative, emotionale und soziale Intelligenz. Außerdem vergessen wir häufig, dass wir diese Technoligien erschaffen und es in unserer Macht steht, wie wir mit ihnen die Zukunft gestalten.

Ersetzt künstliche Intelligenz die menschliche Arbeitskraft?

Ist eine KI besser als ein Mensch?

Zwar sterben manche Berufe aus, aber es entstehen ebenso wieder neue Berufe. Jobs, von denen nur wenige bisher gehört haben. Es gibt zum Beispiel den „Anthropomatiker“. Er macht Technik einfacher. Sein Ziel: Technik so zu gestalten, dass der Mensch sie leicht beherrschen und den optimalen Nutzen aus ihr ziehen kann.
Auch andere Berufe werden unter neuem Namen und mit neuer Ausrichtung wiedergeboren. Aus dem Kfz-Mechaniker wird der „Mechatroniker“, aus dem Redakteur der „Cross Media Editor“.

Eine künstliche Intelligenz ist also noch nicht besser als wir und ob es soweit kommt, liegt ganz in unserer Hand. Oder, um es mit den Worten des Ökonomen Erik Brynjolfsson zu sagen: „Technik ist kein Schicksal. Wir können sie benutzen um unsere Lebenswelt zu zerstören oder um Wohlstand für alle zu schaffen.“